14.06.20

Die Kunst zu scheitern

Liebste Freundinnen und Freunde, wir grüßen euch herzlich! Unsere heutige Botschaft mag euch trösten und erheitern. Gerade überwindet ihr die Fesseln der Dualität, und viele Programme eures Denkens und Fühlens, viele automatisch eingeschaltete Reaktionen eures Körpers, bedürfen einer Erneuerung. Reines, ungepoltes Liebeslicht fließt euch zu. Es durchdringt eure Strukturen und Gewohnheiten, und schüttelt alles durch. Das mag verwirrend erscheinen – solange ihr in euren alten Programmen verharrt.

Das Paradigma von Gut und Böse ist eines davon. Viele Facetten habt ihr dazu entwickelt. Erfolgreich sein oder scheitern. Sündig sein, oder Gott wohlgefällig. Falsch handeln, oder das Richtige tun; Gedankenmuster einer nun zuende gehenden Zeit. Was sich wirklich verändert, ist euer Blickwinkel, ihr Lieben. Euer kollektives Bewusstsein bewegt sich bereits auf neuen Pfaden. Ihr erkundet Wirklichkeiten jenseits des bisher Vertrauten. Ist ein Verbrecher vielleicht selbst ein Opfer seiner Geschichte? Wie bewertet man seine Taten dann? Haben euch eure Politiker Lügen aufgetischt? Haben sie dabei etwas „falsch“ gemacht, oder dienten sie eurem Erwachen? Ihr entdeckt gerade die Vielschichtigkeit aller Argumente; ein Zeichen dafür, dass ihr euch in erweiterte Dimensionen hinein wagt.

Spürt ihr die große Befreiung, die darin liegt, liebste Freunde? Indem ihr euren Blickwinkel verschiebt, und wie spielerisch neue Standorte erprobt, befreit ihr euch von der Last strafender Programme. Wenn ihr den Wert eures gelegentlichen Scheiterns erkennt, öffnet ihr euer Bewusstsein für neue Welten. Vielleicht möchtet ihr das zu einer täglichen Praxis machen? Durchwandert euren Alltag, und betrachtet alles Geschehen aus immer neuen Blickwinkeln. Nehmt die Position eines Mannes ein, wo ihr bisher nur den weiblichen Blickwinkel kanntet. Tut es umgekehrt, wenn ihr sehr männlich ausgerichtet seid. Blickt aus den Augen eines Kindes auf diese Welt. Betrachtet sie aus dem Herzen der Liebe, das Gott nahe ist. Spürt ihr die Bewegung, die nun entsteht? Könnt ihr euer scheinbares Scheitern als fröhliche Kunst verstehen? Im selben Moment lösen sich die Fesseln eurer Vergangenheit. Ihr überwindet den Schmerz dualistischer Verstrickung, und fliegt frei durch die Bewusstseinsräume des Alls. Vielleicht befreundet ihr euch mit dem bisher Abgelehnten? Willkommen im Geist der Synthese, ihr Lieben! Willkommen in der Freiheit reinen Seins!

In jedem Kind ist etwas Ursprüngliches, woran alle abstrakten Prinzipien und Maximen scheitern.

Sören Kierkegaard